SEEWALD Wie Emotionen unser Essverhalten prägen

MACHT UNS ESSEN GLÜCKLICH?

In stressigen Zeiten, bei schlechter Laune oder besonderen Lebensherausforderungen haben Schokolade und Co. Hochsaison. Leider schadet das dauerhafte Kompensieren und die Regulation des emotionalen Zustandes durch Aufnahme falscher Nahrungsmittel der Gesundheit und dem Aussehen und bringt nur kurzzeitige Erleichterung.

Aber warum macht Essen uns glücklich? Wenn wir uns schlecht fühlen, möchten wir diese Stimmung so schnell als möglich loswerden – Essen kann dazu dienen Stress und negative Emotionen besser zu bewältigen. Emotionen wie Angst, Ärger, Freude oder Traurigkeit verändern das Essverhalten und auch umgekehrt ist dies der Fall. Eine angenehme Geschmackswahrnehmung wie beim Essen von Schokolade löst ein gutes Gefühl aus. Nahrungsreize lösen also spezifische emotionale Reaktionen aus, was in Folge auch die Nahrungsauswahl beeinflusst. Sind diese Reize positiv, wird die Nahrungsaufnahme gefördert, sind sie negativ, kommt es zu einer Hemmung.

Emotionale Wirkungen von Nahrung können assoziativ, sensorisch, energetisch oder neurochemisch sein. Alleine die Bezeichnungen bestimmter Nahrungsmittel, aber auch die Erinnerung an bestimmte Esssituationen lösen Assoziationen aus, welche zu positiven oder negativen Reaktionen beim Essverhalten führen.

Geruchs- oder Geschmacksreize lösen emotionale Reaktionen aus. Diese treten schon bei Neugeborenen auf, welche durch eine Änderung der Mimik bei süßem oder bitterem Geschmack deutlich erkennbar sind. Nahrung ist notwendig, um den Organismus mit Energie zu versorgen. Nach einer reichhaltigen Mahlzeit steigt das emotionale Befinden, man ist entspannter und besser gelaunt.Emotionales Essen ist auch mit einer neurochemischen Wirkung verknüpft – bekannt ist die Serotoninhypothese. Kohlenhydratreiche Nahrungsmittel erhöhen die Tryptophankonzentration an der Blut-Hirnschranke und führen zu einem erhöhten Serotoninspiegel im Gehirn. Die Aminosäure Tryptophan gilt als geheimnisvoller Glücksstoff und kann das psychische Wohlbefinden positiv beeinflussen. Die Versorgung mit guten Nährstoffen kann helfen, Heißhungerattacken und das wohlbekannte Stress-Essen besser zu bewältigen.

Für Stress-Esser steht die Versorgung von B-Vitaminen und Magnesium an oberster Stelle. Aber auch Natursubstanzen helfen dem Körper sich an Stresssituationen anzupassen und die Ausschüttung von Stresshormonen in Zaum zu halten. Rosenwurz oder Substanzen aus dem Reich der Heilpilze wie Reishi oder Hericium, so genannte Adaptogene, sind hier gute Begleiter, um ein schwaches Nervenkostüm zu stärken. Bei Stress den Darm nicht vergessen – ballaststoffreiche Nahrung und Unterstützung der Darmflora durch Probiotika, die das Gleichgewicht der Darmflora unterstützen, sind hier empfehlenswert.

Ein letzter guter Tipp: genießen Sie Ihr Essen, das macht den Alltag entspannter und stärkt Ihre Mitte.

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